Eine kollektive Treibjagd

Aktualisiert am 30. September 2022

Was wie die Vorlage für einen wirklich miesen Film klingt, ist in Deutschland neuer Trendsport.

Eine Meute von “Menschen” wählen sich ein Opfer aus und versuchen alles um diesen einen Menschen eine reinzuwürgen.

Das Ganze eskaliert, das Opfer verliert den kümmerlichen Rest den er noch hat, aber die Jagd und das Verdienen geht weiter.

Das Opfer wird verfolgt, jede Handlung dokumentiert, man reizt bis dem Opfer mal wieder die Sicherungen durchgehen. Viele hocken gebannt vor ihren Bildschirmen, als würden sie sich irgendeine RTL-Show reinziehen, andere Nutzen die Jagd um sich selbst zu vermarkten.

Die Heimat des Opfers wird zur Pilgerstädte, Nachbarn und Gemeinde sind verzweifelt, wissen nicht mehr was sie tun sollen. Am Ende wird das Heim aufgekauft und abgerissen. Doch die Treibjagd geht weiter, wieder wird auf unterstem Niveau Profit aus der Jagd geschlagen.

Das Opfer wird als Täter hingestellt und wird durch die ständige Jagd und dem Psychoterror am Ende auch zum Täter. Es folgen Verurteilungen, Obdachlosigkeit, Führerscheinentzug, aber die Jagd geht weiter, immer noch versuchen skrupellose Menschen Profit daraus zu schlagen.

Die Jäger haben keine Skrupel, verspotten die Familie, vermüllen Grabstellen und unterstellen dem Opfer taktlos und unmenschlich zu sein. Verfolgt wird dies nach wie vor am Bildschirm und abscheuliche Kreaturen versuchen immer noch Profit daraus zu schlagen.

Ja, das Opfer ist kein einfacher Mensch, gehört nicht zu den intelligentesten Zeitgenossen und neigt zu Aggressionen, aber wenn man sich genauer mit ihm beschäftigt – er wollte nie jemanden etwas böses. Er wollte doch nur ein wenig Aufmerksamkeit, vielleicht mal ein gutes Wort, er träumte doch nur von ein klein wenig Ruhm, so etwas wie einer heilen Familie und “Menschen” die sich für etwas Besseres halten spucken darauf und beginnen eine beispiellose Hetzjagd bei der es mir ehrlich gesagt schwer fällt, abzuwägen ob die Jagd oder ein Mord nun schlimmer ist.

Die Polizei hat gesagt das er angerufen hat und ihnen mitgeteilt hat dass ich mit einem Ravensburger Wohnmobil auf dem Weg zu ihm bin deswegen haben sie mich abgepasst in meinen Augen war es total überzogen und lächerlich was die Polizei da gemacht hat zum heulen ;(
Quelle: String Emil, der wohl auch profitieren wollte

Im Netz gibt es unzählige Seiten, die diesen armen Menschen öffentlich verspotten und weiter zur Jagd anstacheln. Warum sind diese Seiten noch im Netz? Ist das dieser “Untermensch”, falls ja – wo soll man dann die Jäger und Profiteure einordnen? Weil es viele sind, sind sie im Recht? Ich verstehe es nicht.

„Wenn ein Tausende Köpfe starker Hassmob im Netz beschließt, eine Person fertig zu machen – kann die Bundesrepublik dem nichts entgegensetzen. Schlimmer noch – der Hassmob ist durch die Unwissenheit und den Zynismus von Staatsorganen und der medialen wie sozialmedialen Öffentlichkeit in der Lage, den Staat zum Komplizen zu machen.“

“Die Staatsanwältin und die Richterin sind Menschen, die ihre Menschlichkeit hinter einer toxischen Mischung aus Unwissen, Unwillen und Prinzipienreiterei versteckt haben. Sie sind Teil des Problems. “

Quelle: Sascha Lobo

Lasst den Drachenlord doch endlich mal in Ruhe, das ist schon längst kein Spaß mehr was ihr abzieht und ja – ich kann verstehen warum er so reagiert wie er reagiert – genau wie ihr, nur dass ihr das für eure Unterhaltung immer wieder provoziert. Leute wie ihr, schubsen vermutlich auch alte Leute die Treppe runter und rufen hinterher: “Alder, warum rennsdn so?”. Ihr seid so erbärmlich, nein IHR seid MENSCHENMÜLL!

“Hör doch einfach auf mit dem Internet.”, das lese ich immer wieder als die einzige Lösung für ihn. Nun, hat sich eigentlich schon einmal Gedanken darüber gemacht, warum er genau das gar nicht tun kann? Ich verstehe warum er sich an diesen Strohhalm klammert – auch wenn es ihn kaputt macht.

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