Den Tauchsieder neu erfunden

Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2023 um 21:16 Uhr

Warum den #Tauchsieder neu erfinden?

Tja – manchmal lohnt sich das eben! Oder doch nicht?

Einen #Wasserkocher hat fast jeder zu Hause – bei mir läuft der zig mal am Tag und mich hat eigentlich schon immer gestört, dass das doch ganz schöne Stromfresser sind.

Das Selbe haben sich wohl auch ein paar Tüftler gedacht und die Vorteile eines Tauchsieders (Wärme direkt an die Flüssigkeit) und die des Wasserkochers (schnell und bequem) vereint.

Hierbei wird auf elektromagnetische #Induktion zurückgegriffen, das kennt ihr z.Bsp. vom #Induktionsherd oder schnurlosen Laden eures Handys oder Elektromotoren in die andere Richtung vom Fahrraddynamo. Vorteil dabei ist – man bringt die Wärme direkt in die Flüssigkeit, die hier auch Kakao oder eine Hühnernudelsuppe sein kann, was dem Wasserkocher nicht so gefällt. Beim Wasserkocher dagegen wird eine Heizspirale in Betrieb gesetzt, diese erhitzt die Bodenplatte und diese dann endlich mal das Wasser – das dauert natürlich länger und verbraucht auch mehr Energie

Da manchmal aber bewegte Bilder mehr sagen als ein langer Text – hier könnt ihr das im Detail mal als Video anschauen.

Ich find das Ding richtig prima und ärger mich ein klein wenig darüber, dass ich erst kürzlich einen neuen Wasserkocher gekauft habe. (Vor)bestellen kann man das Ding hier und kostet aktuell um die 200-250 Euro. Mein Wasserkocher hat 26 Euro gekostet. Jetzt müsste man mal den Taschenrechner zücken, wie lange es braucht, bis es sich rechnet, aber – da hab ich jetzt ehrlich keine Lust zu. Wer nicht so aufs Geld schauen muss – hey, das Ding ist einfach nur genial! Spart nicht nur #Energie und ist vielseitiger einsetzbar – nee, ich denk mal auch #Kalk ist da nicht so ein Problem. #Magnet in bissel Zitronensaft geschmissen – Stab gleich hinterher, durchgekocht, abgespült und fertig. Beim Wasserkocher mach ich das auch so, hab aber doch immer wieder paar Ecken, wo der Kalk einfach nicht so leicht weg will, was ich tierisch nervig finde – vor allem wenn doch mal was in der Tasse landet.

Das einzige, wo ich bei mir Bedenken hätte (mal abgesehen vom Kaufpreis): Wie lange dauert es, bis ich keinen der Magneten mehr finde? 😀 – was aber auch nicht so schlimm wäre, die bekommt man sicher irgendwo günstig. Vielleicht sogar auch in anderen Größen würde das gehen? Ich denk schon, aber 20 Liter Glühwein würde ich damit dann doch nicht machen, mag eher Grog 😀

Ein weiterer bitterer Beigeschmack: Ähnliches gab es schon mal als Kickstarter-Kampagne von Miito, welche eingepackt haben oder einpacken mussten. Wieviel von den 800.000 Euro zurück gezahlt wurden, weiß ich nicht. Ich drück den Jungs von #Heatle die Daumen, dass es klappt und sie nicht auch einpacken müssen. Der hohe Preis (ok – es ist ja auch noch in Entwicklung, aber es ist dennoch sauteuer, das kann man nicht schönreden) wird auf jeden Fall viele verschrecken – das ist ja auch bei mir die Hürde. Für mich muss es sich am Ende auch rechnen, aber wie viele Tassen muss ich da trinken, um die 400.000 bis 500.000 (geschätzt) – das ist viel! Überlebt das die verbaute Elektronik? Bei mir reden wir da immerhin von über 100 Jahren. Ich leb nicht allein und so lange schon gar nicht, aber auch 33 Jahre sind gigantisch. Ich hoffe, ich hab mich nicht verschätzt – vielleicht doch mal den Taschenrechner zücken, aber mein Gefühl sagt – ich liege etwa richtig.

Und noch eine Kleinigkeit:

Pro verkauften #Heatle spenden wir außerdem an unseren Partner #Eden #Reforestation #Projects, um jeweils bis zu 50 #Bäume zu pflanzen und #Armut zu bekämpfen. Mit deiner Vorbestellung hilfst du aktiv mit, die Welt ein großes Schlückchen besser zu machen.

Nicht falsch verstehen – aber so etwas schreckt mich eher ab, als #Vertrauen aufzubauen. Ihr könnt ja gerne #Spenden, die Projekte sind auch wichtig – aber damit euer Produkt bewerben, welches ihr verkaufen wollt? Hmmmm, ich weiß nicht. Ist das Ding doch nicht so toll und braucht noch einen extra Anstrich? Greenwashing bei einem scheinbar nachhaltigen Produkt? Ein Baum zu pflanzen kostet irgendwas zwischen 0,1 und 0,4 Dollar – sagen wir es also mal direkt: Das doch sehr teure Gerät könnte also ca 15 Euro günstiger sein.

Wer übrigens dennoch gern Bäume sponsern möchte (z.Bsp. die 15 Euro), dem empfehle ich mal Das Bergwaldprojekt. Auch wenn überall Bäume wichtig sind – diese könnte man sogar mal besuchen. Extra nach #Nepal, #Madagaskar, #Haiti, #Indonesien, #Mosambik oder #Kenya reisen, um “seinen” Baum mal zu sehen … neee. Gut – ich würde “meine Bäume” wohl gar nicht besuchen, weil es einfach kontraproduktiv wäre, aber da auch wir Bäume dringend brauchen … soviel Egoismus hab ich dann doch. Bevor ich die ganze Welt rette, fang ich erstmal “daheim” an.

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