Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

  • Nächste Woche Sonntag (06.09.2026) ist es so weit - Sachsen-Anhalt wählt einen neuen Landtag.

    Ganz Deutschland blickt gespannt darauf. Wohin wird die Reise gehen? Es wird auf jeden Fall hart.

    Aivor Erklär uns doch mal detailreich, warum die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 so besonders ist.

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  • Erklär uns doch mal detailreich, warum die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 so besonders ist.

    Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 ist besonders, weil sie weit mehr als eine gewöhnliche Wahl in einem ostdeutschen Flächenland sein dürfte. Sie verbindet einen offenen Machtwechsel an der Spitze des Landes, eine ungewöhnlich schwierige Koalitionsarithmetik und eine bundespolitisch aufgeladene Auseinandersetzung über den Umgang mit der AfD. Das Ergebnis könnte deshalb auch außerhalb Sachsen-Anhalts als Signal verstanden werden.

    Der erste Grund ist der anstehende Wechsel im Ministerpräsidentenamt. Reiner Haseloff, der Sachsen-Anhalt seit 2011 regiert und damit zu den prägendsten CDU-Politikern im Osten zählt, tritt nicht erneut an. Die CDU geht nach derzeitigem Stand mit Landeschef und Wirtschaftsminister Sven Schulze in die Wahl. Das ist mehr als ein bloßer Personalwechsel: Haseloff hatte über Jahre einen starken Amtsinhaberbonus und verkörperte für viele Wähler politische Kontinuität. Wenn eine solche Figur abtritt, wird eine Wahl beweglicher. Man kann es mit einem Fußballverein vergleichen, dessen langjähriger Kapitän das Feld verlässt: Die Mannschaft bleibt dieselbe, aber Führung, Vertrauen und eingespielte Rollen müssen sich neu beweisen.

    Besonders brisant ist die Stärke der AfD. Sachsen-Anhalt gehört seit Jahren zu ihren stärksten Ländern. Bei der Landtagswahl 2021 wurde sie mit 20,8 Prozent zweitstärkste Kraft; seither haben Umfragen die Partei zeitweise deutlich stärker gesehen. Umfragen sind allerdings Momentaufnahmen, keine Prognosen: Zwischen Befragung und Wahltag liegen Wahlkampf, Kandidaten, wirtschaftliche Entwicklungen und mögliche Mobilisierungseffekte. Dennoch ist das Szenario realistisch, dass die AfD stärkste Partei werden könnte oder zumindest nahe an die CDU heranrückt.

    Das hätte eine politische Bedeutung, die über die Frage hinausgeht, wer die meisten Stimmen erhält. Die übrigen etablierten Parteien schließen eine Zusammenarbeit mit der AfD bislang aus. Sollte die AfD vorne liegen, aber keine anderen Parteien mit ihr koalieren, wäre sie nicht automatisch an der Regierung beteiligt. Sie könnte jedoch die Mehrheitsbildung erheblich erschweren. In parlamentarischen Systemen zählt am Ende nicht nur der erste Platz, sondern ob eine stabile Mehrheit im Landtag organisiert werden kann.

    Genau darin liegt der zweite große Sonderfall: Die mögliche Regierungsbildung ist ungewöhnlich kompliziert. Bislang regiert in Magdeburg die sogenannte Deutschland-Koalition aus CDU, SPD und FDP. Schon diese Verbindung war nicht selbstverständlich; sie vereint Parteien mit teils deutlich unterschiedlichen wirtschafts-, sozial- und gesellschaftspolitischen Vorstellungen. Wenn die FDP an der Fünfprozenthürde scheitern sollte, fiele eine bisherige Koalitionsoption weg. Wenn zugleich kleinere Parteien wie Grüne, Linke oder das Bündnis Sahra Wagenknecht in den Landtag einziehen, wird das Parlament zersplitterter – und Mehrheiten werden rechnerisch wie politisch anspruchsvoller.

    Die Fünfprozenthürde kann dabei einen großen Unterschied machen. Stimmen für Parteien unter fünf Prozent führen grundsätzlich nicht zu Mandaten; dadurch verändern sich die Sitzanteile der Parteien, die im Landtag vertreten sind. Ein Unterschied von wenigen Zehntelprozentpunkten kann also darüber entscheiden, ob zwei Parteien zusammen eine Mehrheit erreichen, ob drei Partner nötig werden oder ob Gespräche über sehr ungewöhnliche Bündnisse beginnen. Das ist ein wenig wie bei einem Tisch mit wenigen großen und mehreren kleinen Stühlen: Wenn ein Stuhl wegfällt oder hinzukommt, muss die ganze Sitzordnung neu ausgehandelt werden.

    Eine zusätzliche Besonderheit ist die Rolle des Bündnisses Sahra Wagenknecht. Das BSW spricht zum Teil Wähler an, die früher die Linke, die AfD oder auch SPD und CDU gewählt haben. Seine Positionen verbinden soziale Forderungen mit einer migrations- und außenpolitisch eher restriktiven beziehungsweise skeptischen Linie. Gerade in Ostdeutschland kann diese Mischung auf Resonanz stoßen. Ob das BSW in Sachsen-Anhalt stark genug wird und mit welchen Parteien es überhaupt regieren könnte, ist daher eine zentrale offene Frage. Seine Präsenz könnte nicht nur Stimmen verschieben, sondern auch bisherige Koalitionsmuster verändern.

    Die Wahl ist außerdem ein Test für die CDU-Strategie im Osten. Die Partei versucht dort seit Langem, zwei Ziele gleichzeitig zu erreichen: Sie will gegenüber der AfD klar abgegrenzt bleiben, aber zugleich Wähler zurückgewinnen, die besonders bei Migration, innerer Sicherheit, Energiepreisen, ländlicher Infrastruktur und dem Gefühl politischer Benachteiligung unzufrieden sind. Sachsen-Anhalt ist für diese Frage ein besonders harter Prüfstein. Die CDU kann hier nicht allein mit dem Hinweis auf bundespolitische Verantwortung werben; sie muss zeigen, dass sie im Alltag des Landes Antworten bietet – etwa bei Ärztemangel auf dem Land, maroden Straßen, Schulen, Industriearbeitsplätzen und der Energiewende.

    Auch die SPD steht unter besonderem Druck. Sie ist in Sachsen-Anhalt traditionell deutlich schwächer als in manchen westdeutschen Ländern, trägt aber seit Jahren Regierungsverantwortung. Für sie geht es darum, ob sie als eigenständige Kraft wahrgenommen wird oder vor allem als kleiner Partner der CDU. Bei den Grünen wiederum entscheidet sich, ob ihre Themen – Klimaschutz, Ausbau erneuerbarer Energien, Naturschutz und moderne Verkehrspolitik – in einem industriell und ländlich geprägten Land genügend Wähler mobilisieren. Die Linke kämpft um ihre frühere Verankerung, während die FDP um ihre parlamentarische Existenz im Landtag ringen dürfte.

    Hinzu kommt die bundespolitische Lage. Landtagswahlen werden zwar über konkrete Landesfragen entschieden, doch sie funktionieren oft auch als Stimmungsbarometer für die Bundesregierung und die Bundesparteien. Nach der Bundestagswahl 2025 wird Sachsen-Anhalt eine der ersten großen Gelegenheiten sein, die Kräfteverhältnisse erneut zu vermessen. Ein starkes AfD-Ergebnis würde bundesweit Debatten über deren Wählerbasis und über die Strategie der anderen Parteien verstärken. Ein CDU-Erfolg unter einem neuen Spitzenkandidaten würde dagegen als Hinweis gelesen werden, dass die Partei im Osten auch ohne Haseloff konkurrenzfähig bleiben kann.

    Man sollte dabei einen institutionellen Punkt nicht übersehen: Der Landtag wählt den Ministerpräsidenten. Deshalb kann die Partei mit den meisten Stimmen am Ende in der Opposition landen, während eine kleinere Partei den Regierungschef stellt – sofern sie eine Mehrheit hinter sich organisiert. Das unterscheidet die Lage von einer direkten Wahl eines Regierungschefs. Für den Wahlabend sind Prozentwerte wichtig; für die Wochen danach sind Gespräche, rote Linien und belastbare Mehrheiten oft noch wichtiger.

    Unterm Strich ist die Wahl 2026 in Sachsen-Anhalt so besonders, weil mehrere Unsicherheiten gleichzeitig zusammentreffen: ein neuer CDU-Spitzenkandidat nach einer langen Ära, die Aussicht auf ein sehr starkes AfD-Ergebnis, ein mögliches Erstarken oder Schwanken kleinerer Parteien und eine Koalitionsbildung ohne einfache Standardlösung. Gerade diese Mischung macht Sachsen-Anhalt zu einem politischen Labor mit sehr realen Folgen für die Menschen im Land – und vermutlich mit einer Signalwirkung weit über Magdeburg hinaus.

    Meine Beiträge sind zu 100% KI-generiert.

  • Welche Parteien treten zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 an und was sind ihre Kernthemen?

    Für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 ist zwischen zwei Dingen zu unterscheiden: Parteien können ihre Kandidatur ankündigen, rechtsverbindlich auf dem Stimmzettel stehen sie aber erst nach Zulassung durch den Landeswahlausschuss. Die vollständige, endgültige Liste der Landeslisten und Direktbewerbungen veröffentlicht der Landeswahlleiter Sachsen-Anhalt.

    Politisch prägen voraussichtlich vor allem CDU, AfD, Die Linke, SPD, Grüne, BSW und FDP den Wahlkampf. Daneben bemühen sich regelmäßig kleinere Parteien und Wählervereinigungen um eine Zulassung. Ihre konkreten Programme ändern sich im Wahlkampf teils deutlich; die folgenden Punkte beschreiben die jeweiligen Grundlinien, nicht jedes Detail eines Wahlprogramms.

    • CDU: Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Stärke, Industriearbeitsplätze, weniger Bürokratie, innere Sicherheit sowie Bildung und Infrastruktur. In Sachsen-Anhalt verbindet die CDU dies besonders mit der Frage, wie ländliche Räume, Krankenhäuser, Schulen und Verkehr verlässlich finanziert werden können. Bei Energie und Klimaschutz setzt sie stärker auf Versorgungssicherheit und bezahlbare Preise als auf zusätzliche Vorgaben.
    • AfD: Kernthemen sind eine deutlich restriktivere Migrations- und Asylpolitik, Polizei und Sicherheit, Kritik an Klima- und Energiepolitik sowie die Ablehnung vieler bundes- und europapolitischer Vorgaben. Die Partei stellt außerdem kulturelle Identität, direkte Demokratie und eine skeptische Haltung gegenüber etablierten politischen Institutionen in den Vordergrund.
    • Die Linke: Sie konzentriert sich auf soziale Absicherung, bezahlbares Wohnen, höhere Löhne, starke öffentliche Dienstleistungen und eine bessere medizinische Versorgung auch außerhalb der Städte. Typisch ist ihr Ansatz, strukturelle Probleme nicht vor allem durch private Anbieter, sondern durch Kommunen und Land zu lösen – etwa bei Wohnungen, Pflege, Busverbindungen oder Schulen.
    • SPD: Die SPD verbindet Arbeitsplätze und Tarifbindung mit Investitionen in Bildung, Gesundheit, Pflege und kommunale Infrastruktur. Sie betont meist den sozialen Ausgleich bei Energie-, Wohn- und Lebenshaltungskosten. In einem Industrieland wie Sachsen-Anhalt ist ihr wichtiges Spannungsfeld: Klimaschutz soll gelingen, ohne Beschäftigung und gute Löhne zu gefährden.
    • Bündnis 90/Die Grünen: Zentrale Themen sind Klimaschutz, Ausbau erneuerbarer Energien, Natur- und Gewässerschutz, nachhaltige Mobilität sowie eine moderne Bildungs- und Gesellschaftspolitik. Für Sachsen-Anhalt ist dabei besonders relevant, wie Wind- und Solarenergie, Netzausbau, Akzeptanz vor Ort und Schutz von Landschaften miteinander vereinbart werden können.
    • Bündnis Sahra Wagenknecht, BSW: Das BSW verbindet sozialpolitische Forderungen – etwa bezahlbare Energie, bessere Löhne, Renten und Gesundheitsversorgung – mit Kritik an einer aus seiner Sicht wirtschaftlich belastenden Klima- und Sanktionspolitik. Weitere Schwerpunkte sind eine zurückhaltendere Außen- und Sicherheitspolitik sowie eine restriktivere Migrationspolitik als bei SPD, Grünen und Linken.
    • FDP: Die FDP setzt auf wirtschaftliche Freiheit, Bürokratieabbau, Digitalisierung, bessere Bildung und Entlastungen für Unternehmen sowie Erwerbstätige. In Sachsen-Anhalt spielen dabei Fachkräftemangel, Unternehmensgründungen, digitale Verwaltung und die Frage eine große Rolle, wie industrielle Transformation ohne zu viele staatliche Auflagen gelingen kann.

    Unter den kleineren Parteien, die je nach fristgerechter Einreichung und Zulassung ebenfalls kandidieren können, sind häufig folgende politische Profile zu finden:

    • Freie Wähler: kommunale Selbstverwaltung, praktische Lösungen für Dörfer und Städte, Schulen, Ärzteversorgung, Feuerwehren und weniger Parteipolitik.
    • Volt: europäische Zusammenarbeit, Digitalisierung der Verwaltung, Klimaschutz und progressive Gesellschaftspolitik.
    • PARTEI: satirische Partei; sie nutzt Wahlkämpfe überwiegend für politische Zuspitzung und Kritik am etablierten Betrieb, nicht für ein klassisches Regierungsprogramm.
    • Tierschutzpartei: Tierrechte, strengere Regeln für Tierhaltung, Umwelt- und Klimaschutz sowie sozialpolitische Themen.
    • Gartenpartei: Schutz von Kleingärten, Grünflächen und bezahlbarem Wohnen; sie knüpft besonders an kommunale Nutzungskonflikte an.
    • dieBasis: direkte Demokratie, individuelle Freiheitsrechte und Kritik an staatlichen Eingriffen, insbesondere mit Bezug auf die Pandemiepolitik.
    • Bündnis Deutschland und weitere konservative Kleinparteien: meist Sicherheit, wirtschaftliche Entlastung, geringere Regulierung und eine restriktivere Migrationspolitik.
    • ÖDP, MLPD oder ähnliche kleinere Parteien: je nach Partei stehen konsequenter Umwelt- und Verbraucherschutz beziehungsweise eine marxistisch-sozialistische Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik im Zentrum.

    Für die Mehrheitsfrage sind vor allem CDU und AfD sowie die Stärke von Linken, SPD, Grünen und BSW entscheidend. Kleinere Parteien beeinflussen das Ergebnis auch dann, wenn sie nicht in den Landtag einziehen: Stimmen unterhalb der Sperrklausel führen nicht zu eigenen Sitzen, verändern aber die Verteilung der übrigen Mandate. Das ist ein wenig wie bei einem Kuchen, von dem nur die Stücke derjenigen verteilt werden, die die Eintrittsschwelle überschreiten.

    Wer tatsächlich kandidiert, sollte deshalb kurz vor der Wahl anhand der zugelassenen Wahlvorschläge geprüft werden. Angekündigte Kandidaturen, Wahlplakate oder Umfragen sind kein Ersatz für die amtliche Zulassung.

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  • Ich habe gerade mal den Wahl-O-Mat durchgespielt. Wie immer - ein wenig Überraschung war mal wieder dabei.

    Welche Parteien passen denn nun zu mir?:

    1. 80,3 % - Tierschutzallianz
    2. 77,6 % - Tierschutzpartei
    3. 75 % - SPD
    4. 73,7 % - Bündnis 90/Die Grünen
    5. 72,4 % - VOLT
    6. 71,1 % - Die Linke
    7. 67,1 % - Freie Wähler
    8. 67,1 % - Die Partei
    9. 65,8 % - Partei des Fortschritts (Die kannte ich bis heute gar nicht)
    10. 56,5 % - Gartenpartei
    11. 55,3 % - BSW
    12. 53,9 % - FDP
    13. 51,3 % - CDU
    14. 42,1 % - dieBasis
    15. 39,5 % - AfD

    Aivor Was kannst du mir über die "Partei des Fortschritts", kurz PdF sagen?

    Ich wusste es doch schon immer: Menschen sind mir nicht so wichtig wie Tiere ;)

    Die letzten 5 Plätze überraschen mich nicht im Geringsten. Auch die ersten 5 hätte ich fast alle bei den ersten 5 erwartet, allerdings nicht in dieser Reinfolge.

    Die Überraschung für mich war, dass "die Linke" nicht mehr in den Top 5 vertreten ist. Gut, das mag vielleicht an der Auswahl der Fragen liegen oder ich habe es mir doch nicht nur eingebildet, das mir "die Linke" immer "fremder" wird. Auch die SPD hat einen Platz bei mir gut machen können.

    Beide meiner Kreuze werden in der Top5 landen. Das Ergebnis vom Wahl-O-Mat passt schon.

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  • Was kannst du mir über die "Partei des Fortschritts", kurz PdF sagen?

    Die Partei des Fortschritts (PdF) ist eine kleine deutsche Partei, die vor allem unter diesem Namen bei Wahlen auftritt. Sie gehört nicht zu den im Bundestag vertretenen Parteien und besitzt entsprechend bisher nur geringe öffentliche und parlamentarische Bedeutung. Ihre Sichtbarkeit entsteht vor allem durch Wahlteilnahmen, lokale Aktivitäten und digitale Kommunikation.

    Inhaltlich stellt die PdF – wie ihr Name nahelegt – Modernisierung, gesellschaftlichen Fortschritt und politische Erneuerung in den Mittelpunkt. Typische Themenfelder sind Bildung, Digitalisierung, wirtschaftliche Entwicklung, soziale Teilhabe und eine effizientere Verwaltung. Der Begriff „Fortschritt“ ist dabei eher ein programmatisches Dach als eine eindeutig festgelegte ideologische Richtung: Er kann technisch-digitalen Wandel ebenso meinen wie bessere Aufstiegschancen oder mehr politische Transparenz.

    Politisch ist die Partei daher nicht so leicht auf der klassischen Links-rechts-Achse einzuordnen wie etwa CDU, SPD oder Die Linke. Kleinparteien dieser Art verbinden häufig Forderungen, die unterschiedliche politische Lager ansprechen sollen: etwa wirtschaftliche Innovationsförderung auf der einen und Chancengleichheit, Bildungsausbau oder soziale Absicherung auf der anderen Seite. Das kann für Menschen attraktiv sein, die sich von den großen Parteien nicht ausreichend vertreten fühlen; zugleich bleibt oft die Frage, wie konkret und finanzierbar einzelne Vorhaben ausgearbeitet sind.

    Wichtig ist außerdem die Abgrenzung zu ähnlich klingenden Namen. Die PdF ist nicht automatisch mit anderen Parteien gleichzusetzen, die „Fortschritt“, „Humanismus“, „Innovation“ oder „Digitalisierung“ im Namen oder Programm führen. Gerade im deutschen Kleinparteienspektrum sind Bezeichnungen manchmal ähnlich, während Organisation, Personal und Inhalte deutlich voneinander abweichen können.

    Bei der Bewertung einer kleinen Partei lohnt sich ein Blick auf vier recht nüchterne Punkte:

    • Wahlprogramm: Sind die Ziele konkret formuliert oder überwiegend allgemeine Leitbegriffe?
    • Personal und Strukturen: Gibt es nachvollziehbare Vorstände, Landesverbände und Kandidierende?
    • Wahlantritte und Ergebnisse: Wo ist die Partei tatsächlich zugelassen und wie viele Stimmen erzielt sie?
    • Umsetzbarkeit: Werden Kosten, Zuständigkeiten und rechtliche Grenzen politischer Forderungen erklärt?

    Der praktische Unterschied zu einer etablierten Partei ist erheblich: Selbst ein überzeugendes Programm führt bei einer kleinen Partei nicht unmittelbar zu politischem Einfluss. Ohne Mandate kann sie Themen setzen und Debatten anstoßen, aber keine Gesetze mitbeschließen. Man kann das mit einer guten Idee in einer großen Besprechung vergleichen: Sie kann Aufmerksamkeit gewinnen, braucht aber Verbündete, um tatsächlich umgesetzt zu werden.

    Wenn du die PdF im Zusammenhang mit einer bestimmten Wahl, etwa einer Bundestags-, Landtags- oder Kommunalwahl, meinst, ist der jeweilige Wahlzettel entscheidend. Dann kann ich dir ihre Kandidaturen, ihr Programm und eine Einordnung gegenüber den anderen dort antretenden Parteien gezielter erläutern.

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  • Eigentlich halte ich nicht wirklich viel von "strategisch wählen", aber ich glaub dieses mal sollte man es wirklich tun.

    Gut, bei mir ändert sich da eh nix.

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  • Aivor Erklär uns doch mal, warum eine strategische Wahl bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 für viele Wähler einen Sinn ergibt.

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  • Erklär uns doch mal, warum eine strategische Wahl bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 für viele Wähler einen Sinn ergibt.

    Eine strategische Wahl kann bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 für viele Menschen sinnvoll sein, weil eine Stimme nicht nur eine persönliche Zustimmung ausdrückt, sondern auch mit darüber entscheidet, welche Mehrheiten danach tatsächlich möglich sind. Wer strategisch wählt, fragt also nicht allein: „Welche Partei gefällt mir am besten?“ Sondern zusätzlich: „Welche Wirkung hat meine Stimme unter den realistischen politischen Bedingungen?“

    Das ist kein Widerspruch zu einer Wahl nach Überzeugung. Es ist eher vergleichbar mit einer Reiseplanung: Man kann ein sehr schönes Ziel im Blick haben, muss aber zugleich berücksichtigen, welche Wege offen sind und welches Verkehrsmittel einen tatsächlich dorthin bringt. Bei Wahlen bedeutet das, Werte und gewünschte Folgen zusammenzudenken.

    Besonders wichtig ist dabei die Fünf-Prozent-Hürde. Parteien, die landesweit weniger als fünf Prozent der maßgeblichen Stimmen erhalten, ziehen in der Regel nicht über ihre Landesliste in den Landtag ein; besondere Regeln für gewonnene Direktmandate können eine Rolle spielen. Wer einer kleineren Partei nahesteht, kann deshalb abwägen, ob deren Einzug realistisch erscheint. Ist er es, kann eine Stimme helfen, das Parteienspektrum im Landtag zu erweitern. Ist er es nicht, kann eine Stimme für eine größere, inhaltlich ähnliche Partei aus Sicht mancher Wähler wirksamer sein, weil sie eher in Mandate und damit in parlamentarischen Einfluss mündet.

    In Sachsen-Anhalt kommt hinzu, dass die Wahl zwei Stimmen umfasst. Mit der Erststimme wird ein Kandidat oder eine Kandidatin im Wahlkreis gewählt; mit der Zweitstimme wird vor allem das Kräfteverhältnis der Parteien im Landtag bestimmt. Dadurch kann Stimmensplitting für manche Wähler eine nachvollziehbare Strategie sein: Die Erststimme geht etwa an eine lokal überzeugende Person, die Zweitstimme an die Partei, deren landespolitische Programmrichtung man bevorzugt.

    Die Zweitstimme ist dabei häufig besonders bedeutsam für die Größe der Fraktionen und damit für mögliche Regierungsbildungen. Sie entscheidet mit darüber, ob eine Partei stark genug wird, um in Koalitionsverhandlungen Gewicht zu haben, ob bestimmte Bündnisse rechnerisch möglich werden oder ob eine Regierung auf mehrere Partner angewiesen ist.

    Strategisches Wählen kann außerdem bedeuten, politische Risiken oder Prioritäten bewusst zu gewichten. Wer etwa vor allem Stabilität einer künftigen Regierung wünscht, könnte Parteien berücksichtigen, die als wahrscheinliche Koalitionspartner gelten. Wer dagegen möchte, dass ein bestimmtes Thema in Verhandlungen nicht übergangen wird, kann gezielt einer Partei Stimme und Verhandlungsmacht geben, die dieses Thema glaubwürdig vertritt. Beides sind legitime demokratische Überlegungen; sie führen nicht automatisch zur selben Wahlentscheidung.

    Umgekehrt sollte Strategie nicht ausschließlich auf Momentaufnahmen beruhen. Umfragen haben Unsicherheiten, kleinere Parteien können mobilisieren, und Wahlkämpfe verändern Meinungen. Sinnvoll ist daher, auf mehrere aktuelle, seriöse Umfragen zu schauen, die Regeln des sachsen-anhaltischen Wahlrechts zu prüfen und dann zu entscheiden, welchen Kompromiss man zwischen persönlicher Nähe und erwarteter Wirkung eingehen möchte.

    Am Ende ist eine strategische Wahl vor allem ein Versuch, die eigene Stimme nicht nur als Meinungsäußerung, sondern als Entscheidung über die politische Zusammensetzung und Handlungsfähigkeit des nächsten Landtags zu verstehen. Für viele Wähler ist das gerade dann plausibel, wenn ihnen nicht nur wichtig ist, wer recht haben soll, sondern auch, was nach der Wahl politisch möglich wird.

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  • ❎ So, ich hab meine beiden Kreuzchen gemacht ❎

    Jetzt heißt es, gespannt abwarten. Bekommen wir nun Pest oder Cholera. Kommt es zum großen Knall oder lähmenden Stillstand?

    Egal wie man es dreht oder wendet - es wird nicht gut für Sachsen-Anhalt sein.

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  • Deutlich höhere Wahlbeteiligung. Das ist eigentlich gut denn:

    • 100 Wahlberechtigte, 75 gehen wählen, drei davon die AfD = 3 %
    • 100 Wahlberechtigte, nur 50 gehen wählen, die drei wählen wieder die AfD = 6 %

    Die Wahlbeteiligung lag bis zum Mittag deutlich über der von vor fünf Jahren. Bis 12 Uhr hatten 34,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Landeswahlleiterin mitteilte. Zum gleichen Zeitpunkt im Wahljahr 2021 lag die Wahlbeteiligung den Angaben nach bei 22,4 Prozent. Am Ende betrug die Wahlbeteiligung damals 60,3 Prozent, darunter auch Briefwählende.

    Warum schreibe ich oben eigentlich? Es kann natürlich auch nach hinten losgehen. Leute, die bisher nicht für eine demokratiefeindliche Partei oder eine andere gestimmt haben, wählen nun genau diese gesichert rechtsextreme Partei.

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  • Wahlergebnisse (ARD-Hochrechnung Stand 18:56)

    • AfD: 44,5 % (+23,7 % gegenüber 2021) – Historischer Rekord und stärkste Kraft.
    • CDU: 18,5 % (-18,6 %) – Historischer Tiefststand und deutlicher Verlust der Führungsposition.
    • Die Linke: 9,4 % – Drittstärkste Kraft, jedoch schwächstes Ergebnis im Land.
    • Grüne: 8,9 % – Bisher bestes Ergebnis in Sachsen-Anhalt.
    • SPD: 8,2 % – Bisher schwächstes Ergebnis.
    • BSW: 5,0 % – Zittert um den Einzug in den Landtag.
    • FDP: 2,1 % – Scheitert an der Fünf-Prozent-Hürde.

    Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpo…anhalt-172.html

    Jetzt könnte ich ja schon fast sagen: Grün geht durch die Decke ;) Scheinbar hat sich der doch recht intensive Wahlkampf am Ende bezahlt gemacht. Ich hatte ja befürchtet, dass es nicht einmal für die Hürde reicht.

    BSW darf ruhig unter 5 % brauchen - die will ich nicht im Landtag sehen. Oder doch? Ich trau den Laden einfach nicht. Die Sarah hätte direkt in die AfD wechseln sollen - sie kennt sich ja damit aus, Parteien vor die Wand fahren zu lassen.

    Die SPD schwächer als die Grünen? Hätte mir das jemand vor ein paar Jahren erzählt, ich hätte die Person einliefern lassen.

    Bei der CDU sag ich mal - das haben sie sich verdient. Den schlechtesten Wert, den sie hier je hatten.

    Die FDP ... ach - dafür sind mir die Buchstaben dann doch zu schade. Bleibt brav bei Sonstige.

    Tja ... und nun die AfD ... stärkste Kraft, historischer Rekord und das mit einem Parteiprogramm was höchstens zum Hintern abwischen reicht. Nicht durchsetzbar, nicht finanzierbar und Grenzen weit überschritten. Simson und Angst soll es also gewesen sein? Unser Sandmännchen geopfert für eine Politik die nur für Reiche ist? Fahren hier dann bald gar keine Busse mehr? Muss mein Hausarzt schon wieder die Praxis schließen, weil er keine Schwester bekommt? Schaffen wir unseren ÖRR ab, zahlen aber weiter für diesen UND müssen parallel noch einen neuen aufbauen. Kostet. Ich bin gespannt. Aber noch ist diese menschenverachtende Partei ja nicht an der Macht. Übrigens ist es auch jetzt noch nicht zu spät für ein Prüf-Verfahren.

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  • 44,5 Prozent für die AfD sind natürlich ein politischer Erdrutsch – aber eben noch keine eigene Mehrheit. Entscheidend wird jetzt, ob die CDU ihre bisherige Abgrenzung durchhält oder ob sie sich auf irgendeine Form der Zusammenarbeit einlässt. Eine Regierung ohne AfD wäre rechnerisch wohl nur als ziemlich breite und entsprechend fragile Koalition möglich, sofern das BSW tatsächlich über die fünf Prozent kommt.

    Und „Grün geht durch die Decke“ würde ich bei 8,9 Prozent eher nicht sagen. Das ist zwar angesichts des Bundestrends und der Verluste der anderen ein relativer Erfolg, aber kein Ergebnis, das die Grünen im Land stark machen würde. Interessanter ist für mich, warum CDU, SPD und Linke derart einbrechen: War das hauptsächlich Protest gegen die Landespolitik oder haben diese Parteien ihre Stammwähler dauerhaft verloren?

  • War das hauptsächlich Protest gegen die Landespolitik oder haben diese Parteien ihre Stammwähler dauerhaft verloren?

    Sie waren einfach nicht für die Leute hier da. Klingt vielleicht komisch, aber hier haben die Leute eben andere Sorgen als in Bayern oder Berlin. Auf die CDU sind sie besonders sauer - wurden doch "blühende Landschaften" nach der Wende versprochen. Was aber wirklich kam, war Deindustrialisierung und Ausverkauf des Ostens. Aber auch die anderen Parteien haben sich hier nicht mit Ruhm bekleckert. Die Linke war eigentlich mal "die Partei des Ostens", aber auch sie haben sich immer weiter entfernt. Viele haben Sachsen-Anhalt schon vor Jahren abgeschrieben, schließlich bringt das Bundesland ja nur ein paar Prozent des BIP.

    "Grün durch die Decke" war auch eher "bitterironisch" gemeint. Es ist das beste Ergebnis, was die Grünen je in Sachsen-Anhalt hatten - aber zu welchen Preis?

    Das BSW tritt nun als Königsmacher auf. Ich befürchte, dass es eine AfD/BSW-Koalition geben wird. Beide Parteien sind sich in vielen Punkten sehr ähnlich.

    Am Ende ist es aber eigentlich fast schon egal, Sachsen-Anhalt verliert, egal wer am Ende das Ruder in die Hand nimmt. Aufgeben will ich mein Sachsen-Anhalt aber nicht. Aber es wird viele Wunden zu lecken geben .... sehr viele. Spätestens in 5 Jahren.

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