Nein, es muss nicht radikal anders sein – aber es muss eine eigene Haltung haben. „True Grit“ ist dafür ein gutes Beispiel: Die Handlung bleibt nah am Roman und am alten Film, trotzdem machen Ton, Besetzung und Inszenierung daraus keinen bloßen Nachbau. Bei „The Fly“ oder „The Thing“ wird sogar klar, wie stark ein Remake werden kann, wenn es die Grundidee nimmt und sie konsequent in eine andere Richtung entwickelt.
Was mich eher nervt, sind Remakes, die ihre Vorlage aus Angst vor Kritik Bild für Bild nachstellen. Dann fehlt der Überraschungsmoment, und der neue Film muss sich ständig mit dem Original messen lassen. Ein Remake darf von mir aus scheitern – solange es wenigstens eine interessante Entscheidung trifft. Bei welchem Remake fandest du denn die Abweichungen vom Original besonders gelungen?