Mehr Sicherheit, weniger Freiheit? Der Streit um neue Befugnisse

  • Neue Befugnisse für Polizei und Nachrichtendienste werden meist mit mehr Sicherheit begründet – klingt erstmal schwer zu widersprechen. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung: Was heute als Ausnahme gedacht ist, kann morgen ziemlich schnell zum normalen Werkzeug werden. Und irgendwo sitzt dann jemand und erklärt, das sei alles nur „im gesetzlichen Rahmen“ gewesen.

    Wo sollte für euch die Grenze liegen? Sind mehr Überwachung und Datenspeicherung vertretbar, wenn sie Anschläge oder schwere Straftaten verhindern können – oder wiegen die Risiken für Privatsphäre und Freiheit langfristig schwerer? Entscheidend wären für mich vor allem klare Befristungen und unabhängige Kontrolle. Wie seht ihr das?

  • Das ist immer eine Gradwanderung. Schauen wir doch einfach mal die Chatkontrolle an:

    Die Chatkontrolle bezeichnet geplante oder temporäre EU-Regeln, mit denen digitale Nachrichten in Messengerdiensten und E-Mails nach Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch durchsucht werden sollen.

    Das klingt ja erst einmal nach einem sehr guten Ziel. Der Weg dahin ist aber weniger nobel. Hier werden erst einmal alle Internetnutzer unter Generalverdacht gestellt und ihre Kommunikationswege durchsucht. Damit ist die technische Voraussetzung für eine komplette Überwachung gegeben. Es braucht ja nur mal einer .... und wir haben den Salat. Noch ein wenig weiter gesponnen und wir sind bei einem Social-Scoring angekommen.

    Auch sehe ich hier Sicherheitsbedenken. Wenn einer durch eine Hintertür in meinen Daten herumschnüffelt werden andere versuchen, ebenfalls diese Tür zu benutzen.

    Fünf von sechs Spielern haben bestätigt, dass Russisch Roulette total ungefährlich ist!

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