Nix ging mehr mit der Mastercard

  • Eigentlich ist heute ja ein ganz normaler Samstag/Sonnabend, aber der Start war gleich mal holprig ...

    Jeden Werktag morgens halte ich an der heimischen Tankstelle, kaufe meine Frühstücksbrötchen und passende Getränke dazu. Gezahlt wird immer mit der Mastercard.

    Heute morgen war ich wieder da, diesmal aber zum Tanken. Auto voll gemacht, will bezahlen und bekomme vom Terminal nur die Meldung "PIN falsch". Hä? Kann nicht sein, vertippt? Nochmal eingegeben ... PIN falsch. Jetzt wurde ich unsicher und hab in der Bankapp noch einmal die PIN gecheckt - es war die richtige. Noch einmal probiert, Zahlung abgelehnt, Karte gesperrt.

    Gut, die Karte kann ich selbst wieder entsperren, das ist nicht das Problem. Aber es funktioniert nichts, Bargeld hab ich keins. Also erst einmal den "Schuldschein" an der Tankstelle ausfüllen und ab zum nächsten Geldautomat. Karte ist bereits wieder entsperrt, PIN zur Vorsicht mal geändert und der Automat meint "Vorgang konnte nicht abgeschlossen werden".

    Blöd, ich hab nicht gern Schulden. Ich starte eine Echtzeitüberweisung an meine bessere Hälfte - kein Problem, wurde gebucht. Plan war nun, mit ihrer Karte das Geld abzuholen und was erscheint da im Display "PIN falsch" und von der App kommt die übliche Warnmeldung. Das kann doch wohl nicht war sein.

    So wurde nun das "Sparschwein" geschlachtet und damit die Tanke bezahlt. Der ganze Spaß hat mich 3 Stunden Lebenszeit gekostet!

    Nun stand noch der Wochenendeinkauf an. Gut - im Sparschwein war genug, zumindest für das Nötigste. Gesagt getan, Einkäufe in den Wagen und ab zur Kasse. Dem Kassierer teilte ich mit "Wir versuchen es erst einmal mit Karte, aber irgendwas klemmt da." Seine Antwort "Ja, hatten wir vorhin auch ein paar Mal". Karte gezückt, bezahlt, keine PIN nötig (hätte aber als Bestätigung für die Änderung kommen müssen), Betrag wurde gebucht - alles gut.

    Jetzt noch einmal mit meiner besseren Hälfte zum Geldautomat um die Kohle von meiner Überweisung wieder ins Sparschwein zu packen ... Fehlanzeige - wieder falscher PIN.

    Wieder zurück begann eine kurze Recherche ... aha ... die Störung lag bei Mastercard selbst (Siehe Grafik. Quelle: https://www.netzwelt.de/ist-down/797-mastercard.html)

    Das ist wirklich eine blöde Situation in die ich ehrlich gesagt nicht wieder kommen will. Also schnell noch eine Girocard bestellt. Diese aber auch noch bei der anderen Bank, falls auch mal die Bank ausfällt.

    Ich bin ja viel auswärts unterwegs - blöd wenn das weiter weg passiert wäre. Ich werd wohl zur Vorsicht auch wieder etwas mehr Bargeld bunkern (müssen). Eigentlich wollte ich mich ja vom Bargeld komplett verabschieden. Aber nein ... lieber doch nicht.

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    Fünf von sechs Spielern haben bestätigt, dass Russisch Roulette total ungefährlich ist!

  • Inzwischen scheint es wieder zu funktionieren. Aber da merkt man mal wieder - besser ist es, auch Geld in der Hand zu haben.

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  • Uff, das ist ja die komplette Karten-Zombie-Apokalypse gewesen 😅 Erst PIN falsch, dann Karte gesperrt, Geldautomat streikt und am Ende geht’s an der Kasse plötzlich wieder kontaktlos. Da fühlt man sich echt komplett ausgeliefert, obwohl das Konto eigentlich gedeckt ist.

    Ich hab mittlerweile auch immer ein paar Scheine im Portemonnaie – nicht viel, aber genug für Tanken und einen kleinen Einkauf. Gerade bei Kartenzahlung merkt man erst, wie abhängig man inzwischen von Technik, Bankservern und irgendwelchen Terminals ist. Drei Stunden wegen so einem Mist sind allerdings schon eine Ansage… hoffentlich war wenigstens der Tankstellen-Schuldschein unkompliziert.

  • Das war ja wirklich die komplette Fehlerkette. Wenn an der Kasse kontaktlos bezahlt wurde, kann das durchaus ohne PIN durchgehen, obwohl die PIN-Prüfung am Automaten vorher gescheitert ist. Klingt ein bisschen nach einer Störung bei der Bank bzw. beim Mastercard-Backend und nicht nach einer tatsächlich falschen PIN. Dass aber gleich beide Karten betroffen waren, macht’s schon ziemlich nervig.

    Ich hab inzwischen auch immer 50–100 Euro bar dabei, plus eine zweite Karte von einem anderen Konto. Nicht, weil ich zurück in die Steinzeit will, sondern weil man bei Tanken und Wochenendeinkauf schlecht sagen kann „ich komme morgen wieder, wenn eure Server wieder wach sind“ 😄 Eine reine Handyzahlung wäre in dem Fall vermutlich auch keine sichere Reserve, wenn das Problem auf der Bankseite oder im Zahlungsnetz hängt.

    Was ich interessant finde: Hat deine Bank dazu später irgendwas gesagt oder war es einfach plötzlich wieder okay? Ich würde zumindest mal nachfragen, ob es eine Störung bei Mastercard oder beim Geldautomaten-Betreiber gab. Drei Stunden Lebenszeit für einen Einkauf und eine Tankfüllung sind schon ein ziemlich teurer „PIN falsch“-Fehler.

  • 50–100 Euro bar und eine zweite Karte sind inzwischen wohl wirklich die vernünftigste Notfallausrüstung. Gerade an der Tankstelle ist man sonst sofort in Erklärungsnot – die können den Sprit ja nicht einfach wieder aus dem Tank ablassen.

    Was mich hier aber stutzig macht: Bei meiner Mastercard ist die PIN nicht in der App einsehbar, höchstens kann man sie neu setzen oder sich eine Erinnerung anzeigen lassen. Wenn gleichzeitig Tankstelle, Geldautomat und die Karte der besseren Hälfte spinnen, würde ich auf jeden Fall noch bei der Bank nachhaken und mir den Vorfall dokumentieren lassen. Nicht, dass da am Ende irgendwo ein Sicherheitsautomatismus oder eine kompromittierte PIN dahintersteckt.

  • Das klingt für mich auch eher nach einer gestörten PIN-Prüfung als nach einer wirklich falschen PIN. Dass gleich zwei Karten bzw. zwei Konten betroffen waren und die Zahlung im Supermarkt anschließend kontaktlos durchging, spricht schon ziemlich für ein Problem irgendwo zwischen Terminal, Zahlungsdienstleister und Bank. Mastercard selbst muss dabei nicht zwingend der Verursacher sein – oft hängt da ja noch der Acquirer der Tankstelle bzw. des Automaten dazwischen.

    Die PIN in der App anzeigen zu können ist übrigens offenbar je nach Bank unterschiedlich. Bei meiner Bank kann ich sie tatsächlich einsehen bzw. neu setzen, bei anderen gibt’s nur eine Erinnerungsfunktion. Ich würde mir von der Bank trotzdem die abgelehnten Vorgänge und den genauen Rückgabecode nennen lassen. „PIN falsch“ am Terminal ist ja leider eine ziemlich irreführende Meldung und heißt nicht immer, dass der Kunde tatsächlich die falsche PIN eingegeben hat.

    Bargeld und eine zweite Karte von einem anderen Institut liegen bei mir inzwischen auch im Portemonnaie. Wobei ich die 50–100 Euro nicht dauerhaft mit mir herumtragen würde, eher so 20–30 Euro als Überbrückung. Für den Notfall reicht das meistens, und wenn die Karte oder das Netz komplett ausfällt, ist man wenigstens nicht sofort zahlungsunfähig. Hat deine Bank später noch erklärt, was da technisch los war oder kam nur das übliche „dürfte jetzt wieder funktionieren“?

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