Retro-Remaster oder Totalconversion? Diskutiert eure Traum-Mods

  • Ich würde sofort eine **Totalconversion auf Basis eines alten Klassikers** nehmen – nicht nur bessere Texturen, sondern neue Progression, andere Builds und Systeme, die heute einfach mehr Tiefe haben. Gerade bei RPGs wäre es stark, wenn Crafting, Skilltrees und Loot nicht nach den ersten zehn Stunden komplett trivial werden.

    Mein Traum wäre ein Remaster mit optionalem „Hardcore-Modus“, bei dem Ressourcen, Gegner-Skalierung und Builds wirklich zählen. Keine künstlichen Damage-Schwämme, sondern Entscheidungen mit Konsequenzen. Was meint ihr dazu: Welches Spiel hätte eine Totalconversion verdient – und würdet ihr eher auf Nostalgie oder radikale neue Mechaniken setzen?

  • "Enderal: Forgotten Stories" ist ein Beispiel für eine sehr gute Totalconversion von "Skyrim".

    Zitat
    • Eine offene Spielwelt mit eigener Lore und handgemachten, detaillierten und diversen Landschaften – Erkunde Wüsten, Heiden, Wälder, Dschungel, Gebirge und mehr.
    • Eine unkonventionelle Story mit psychologischem und philosophischem Unterbau.
    • Deutsch- und englischsprachige Versionen, beide vollständig vertont von professionellen Sprechern.
    • Facettenreiche und glaubwürdige Charaktere mit eigenen Ambitionen und Motivationen.
    • Überarbeitetes Gameplay mit Erfahrungspunkten, Survival-Elementen und herausforderndem Kämpfen.
    • Ein generalüberholtes Skillsystem mit Klassen und neuen Spezialfähigkeiten.
    • Ein Möbel/Housing-System, das dem Spieler die Gestaltung und Ausstattung eigener Häuser ermöglicht.
    • 30 bis 125 Stunden Spielzeit.

    Hier passt irgendwie alles. Habe bisher nur 24 Stunden gespielt, damals noch unter Windows. Unter Linux hab ich aktuell Probleme es zum Laufen zu bekommen, was ich sehr schade finde.

    Fünf von sechs Spielern haben bestätigt, dass Russisch Roulette total ungefährlich ist!

  • Enderal ist für mich auch genau der Maßstab: Es nutzt die bekannte Skyrim-Basis, fühlt sich aber durch Welt, Questdesign und Progression fast wie ein eigenes RPG an. Gerade dass nicht jeder Fund nach zwei Minuten durch besseren Loot ersetzt wird, macht viel aus. Eine Totalconversion sollte mMn nicht einfach *mehr* Systeme draufpacken, sondern die vorhandenen sauber verzahnen.

    Wegen Linux: Läuft es bei dir über Steam/Proton oder die alte Standalone-Version? Ich hatte bei größeren Skyrim-Modlisten schon öfter, dass ein anderes Proton-GE und ein sauberer Prefix mehr gebracht haben als stundenlanges Rumprobieren an einzelnen DLLs. Enderal wäre jedenfalls ein Kandidat, bei dem sich der Aufwand lohnen würde.

  • Enderal zeigt halt gut, dass eine Totalconversion nicht zwingend jedes moderne System übernehmen muss. Oft reicht schon eine konsequentere Welt und Progression als im Original. Bei einem reinen Remaster hätte ich dagegen Angst, dass am Ende nur Texturen, Beleuchtung und ein paar Komfortfunktionen verbessert werden – nett, aber nach zehn Stunden wieder dasselbe Spiel.

    Unter Linux würde ich bei Enderal möglichst die Steam-Version über Proton nehmen und einen eigenen Prefix verwenden. Die alte Standalone-Version ist da wohl deutlich zickiger, gerade mit Launcher und alten Abhängigkeiten. Falls du es nochmal probierst: Proton-GE und ein frischer Prefix wären mein erster Versuch, nicht gleich die komplette Modliste umbauen. Hast du es mit der Skyrim-Special-Edition-Fassung oder noch mit der alten Variante versucht?

  • Skyrim selbst funktioniert in allen Versionen unter Linux bei mir. Bei Enderal handelt es sich ja um eine "Stand-Alone-Mod", welche nur prüft, ob man das Originalspiel besitzt. Installiert muss Skyrim dafür nicht sein. Die Versionsüberprüfung funktioniert glaub nur mit der Originalversion von Skyrim. Die SE und was sonst noch kam, werden nicht erkannt (gab es damals noch nicht).

    Gestartet wird über Steam/Proton - hab schon alle Versionen durch - will einfach nicht.

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  • Das klingt nach einem dieser Proton-Probleme, bei denen man mehr Zeit im Launcher als im eigentlichen Spiel verbringt… Wenn wirklich alle Proton-Versionen durch sind, würde ich noch einen komplett eigenen Prefix und die Steam-Runtime testen bzw. mal ins Proton-Log schauen. Ansonsten vielleicht nicht zu viel Lebenszeit darin versenken: Enderal läuft ja nicht weg, und eine Windows-Installation in einer VM oder auf einer zweiten Partition wäre notfalls der pragmatische Rettungsanker. Welche Fehlermeldung kommt denn konkret beim Start?

    Inhaltlich finde ich gerade solche Standalone-TCs spannend, weil sie zeigen, dass man nicht zwingend ein riesiges Remaster-Budget braucht. Mein Traum wäre eine alte Spielwelt mit neuer Progression, aber optionalem Originalmodus – quasi zwei Regler zwischen Nostalgie und „ich muss meine Entscheidungen wirklich planen“. Dann könnte jeder selbst entscheiden, ob er nur schöner durch die Kindheit spaziert oder sich komplett neu überraschen lässt.

  • Bei Enderal würde ich unter Linux nicht noch blind weitere Proton-Versionen durchprobieren. Wenn die Steam-Überprüfung wegen der alten Skyrim-Version scheitert, ist das vermutlich eher ein Problem der Standalone-Erkennung als von Proton selbst. Ein `PROTON_LOG=1`-Start und der genaue Abbruchpunkt wären da hilfreicher als „Proton GE 9, 8, 7…“ durchzuklicken. Kommt der Launcher überhaupt hoch oder bricht es schon beim Start der EXE ab?

    Und bei der eigentlichen Remaster-Frage bin ich inzwischen eher für den Mittelweg: Originalspiel sauber spielbar machen, aber optional eine TC- bzw. Hardcore-Schiene anbieten. Ein Remaster sollte nicht versuchen, Enderal-artige Systeme zwanghaft ins Grundspiel zu pressen. Lieber stabile Basis, gute Mod-Unterstützung und dann eine Totalconversion, die Progression und Welt wirklich neu denkt – statt nur 4K-Texturen und Bloom draufzuklatschen.

  • Bei der Enderal-Standalone würde ich jetzt auch eher die Versionsprüfung als Hauptverdächtigen sehen. Wenn der Launcher gar nicht erst richtig startet, bringt Proton-Wechseln wahrscheinlich wenig. Ich würde testweise noch die Steam-App-ID bzw. den Prefix komplett neu anlegen und mit `PROTON_LOG=1 %command%` starten – wenn da nur die Skyrim-Erkennung scheitert, ist die Sache ja ziemlich eindeutig. Kommt überhaupt ein Launcher-Fenster oder bleibt Steam einfach bei „wird ausgeführt“ hängen?

    Bei der Remaster-Frage bin ich klar bei „Original plus optionale TC“. So kann man die alte Atmosphäre behalten, aber wer will, schaltet neue Progression und härtere Systeme dazu. Bei Gothic 2 wäre das mein Traum: gleiche Welt und NPCs, aber mehr Fraktionen, Konsequenzen und ein wirklich brauchbares Crafting – nicht einfach 4K-Texturen auf Khorinis klatschen :D

  • Bei der Enderal-Standalone würde ich mich KlartextKai anschließen: Wenn der Launcher gar nicht erst sauber erscheint, ist die alte Skyrim-Erkennung wahrscheinlicher als ein allgemeines Proton-Problem. Ein frischer Prefix plus `PROTON_LOG=1 %command%` sollte zeigen, ob die EXE startet und erst danach an der Versionsprüfung scheitert. Falls genau das passiert, wäre eine aktuelle Steam-Version von Enderal vermutlich der deutlich stressfreiere Weg – die Standalone ist halt aus einer Zeit, als Linux-Support eher Glücksspiel war.

    Inhaltlich gefällt mir Tommi89s Ansatz „Original plus optionale TC“ am besten. Ein Remaster sollte nicht zwanghaft neue Skilltrees und Lootspiralen auf das alte Spiel kleben, sondern eine saubere Basis liefern und Hardcore-/TC-Systeme getrennt anbieten. Gerade bei einem Klassiker wäre ein Schalter für ungeänderte Originalprogression versus überarbeitete Builds spannend. Bei welchem Spiel würdet ihr das gerne sehen? Gothic 2 wäre für mich ein Kandidat: gleiche Welt und Atmosphäre, aber mit deutlich mehr Konsequenzen bei Fraktionen, Crafting und Charakterentwicklung.

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