Angesichts der hohen Kraftstoffpreise hatten die USA die europäischen Länder zuletzt verstärkt gedrängt, ihre strategischen Diesel-Reserven freizugeben, um die Preise zu senken. Druckmittel war offenbar ein möglicher Exportstopp für Diesel aus den Vereinigten Staaten, für den US-Präsident Donald Trump sich zuvor ausgesprochen hatte. In der gemeinsamen Erklärung nach dem Gespräch unter den sieben Industrienationen hieß es nun, man wolle auf "Exportbeschränkungen für Energie und Energieprodukte zwischen den G7-Staaten" verzichten.
Hätte man nicht erst den Exportstopp abwarten können, bevor man die eiserne Reserve anrührt?
Wie oft hat das Trumpeltier denn schon mit Drohungen um sich geworfen, welche am Ende wieder eingesackt wurden. Jetzt lassen sich die G7-Staaten also von einem ihrer Mitglieder erpressen?
Nach dem G7-Beschluss zur Freigabe strategischer Ölreserven hat der US-Präsident Drohungen gegen die EU widerrufen. Er habe nie vorgehabt, Dieselexporte zu stoppen.
Nochmal: Hätte man nicht warten können? Die strategischen Reserven werden einen kaum spürbaren Effekt haben. Es mag kurz helfen und danach? Ach ja - da sind die Zwischenwahlen in den USA vielleicht schon vorbei ...
Meine Güte - das Trumpeltier schnippst und alle kuschen - das kann doch nicht wahr sein.