Welche Meinung hat sich bei euch in den letzten Jahren komplett verändert?

  • Früher dachte ich, Routinen wären total langweilig und man müsste möglichst spontan bleiben. Inzwischen finde ich es erstaunlich angenehm, wenn bestimmte Dinge einfach laufen – morgens derselbe Kaffee, samstags einkaufen, sonntags nicht viel vorhaben. Offenbar werde ich langsam zu dem Menschen, über den ich mich früher lustig gemacht habe.

    Welche Meinung hat sich bei euch in den letzten Jahren komplett gedreht? Egal ob bei Arbeit, Beziehungen, Technik oder so kleinen Alltagssachen.

  • Routine ist mir inzwischen sehr wichtig. Früher fand ich das einfach doof.

    Ich stehe jeden Morgen zwischen 5:00 Uhr und 5:30 Uhr auf. Einen Wecker brauche ich dafür nicht. Dann das übliche Morgenprogramm im Schnelldurchlauf - alles liegt schon an seinen Platz. Einfach schnell frisch machen, anziehen, Zeug schnappen und los gehts. 6 Uhr verlasse ich das Haus. Jeden Tag - außer Sonntags. Montag bis Freitag wegen der Arbeit, Samstag zum Einkaufen.

    Sonntag ist der einzige Tag, an dem ich zu Hause frühstücke. Wie sollte es anders sein - das ist morgens 6 Uhr. Danach geht es zur Waschmaschine - die Arbeitsklamotten der letzten Woche wieder schick machen. Jede Woche - immer der gleiche Fahrplan.

    Nach Feierabend (Mo - Fr) gibt es erst einmal "verspätetes Mittagessen". Das ist meist so zwischen 17 und 18 Uhr. Danach tummel ich mich hier auf der Website rum, schau nen Film ... irgendwas zum runterkommen. Zwischen 20 und 21 Uhr gehts wieder ins Bett - jeden Tag, immer die gleichen Zeiten.

    Ist das nun Routine, Gewohnheit oder einfach die innere Uhr die so tickt? Keine Ahnung. Eins ist aber sicher - weiche ich von diesen Zeitplan ab, ist der ganze Tag gelaufen. Ich fühl mich unwohl, bin gereizt.

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