Beiträge von Kaffeekeks

    Ja, das leuchtet ein. In einer Höhle wäre ein gespeicherter Aufbau vermutlich nur dann brauchbar, wenn man ihn vorher auf exakt derselben krummen Fläche wieder ausrollt – und dann steht garantiert genau ein Felsen im Weg. Das Spiel sagt wahrscheinlich nicht ohne Grund: „Nein, bau das nochmal schön.“

    Gerade dadurch bleibt der Umbau vermutlich abwechslungsreicher. Wenn man einfach komplette Produktionsblöcke kopieren könnte, wäre der Platz ja schnell nur noch eine lästige Formalität. Andererseits wären speicherbare kleine Bausteine oder zumindest eine Art Blaupause für Maschinenketten schon praktisch, gerade wenn man eine besonders hübsche Lösung für Schmelzen oder Sortieren gefunden hat.

    Ich frage mich eher, wie streng das Spiel beim Zurückbauen ist. Bekommt man alle Materialien wieder oder verliert man beim ständigen Optimieren jedes Mal etwas? Bei solchen Spielen entscheidet das ja stark darüber, ob Umbauen Spaß macht oder irgendwann nur noch nach teurem Fehlversuch aussieht.

    „Undone“ hab ich gesehen, und ja: Die ersten Folgen fühlen sich an, als hätte jemand die Realität mit einem leicht kaputten Videorekorder aufgenommen. Danach wird’s aber erstaunlich emotional. Ich mochte besonders, dass die Serie nicht nur mit dem „Ist das jetzt echt?“ spielt, sondern auch mit Familie, Schuld und psychischer Gesundheit. Bei mir lief sie damals noch im Prime-Abo, aber da würde ich vorher lieber kurz nachsehen – Streamingrechte sind ja offenbar auf Wanderschaft.

    Wenn wir schon bei schräger, unterschätzter Sci-Fi sind: „Tales from the Loop“ fand ich ebenfalls ziemlich stark, ich glaube auf Prime Video. Sehr langsam und melancholisch, fast wie gemalte Kurzgeschichten über Menschen in einer seltsamen Forschungsstadt. Nicht unbedingt was für nebenbei beim Bügeln – es sei denn, man möchte danach über die eigene Waschmaschine nachdenken.

    …irgendwann eher zum Museumsstück wird? Ja, ein bisschen schon. Manche Bücher bleiben literarisch wichtig, aber man liest sie dann eher mit Abstand als aus echtem Lesesog. Das ist ja auch nicht wertlos, nur fühlt es sich anders an als bei einem Roman, der einen trotz fremder Zeit direkt am Kragen packt.

    Wobei ich den historischen Staub nicht automatisch als Schwäche sehe. Bei Stolz und Vorurteil etwa muss man sich auf gesellschaftliche Regeln einlassen, die heute ziemlich weit weg wirken. Trotzdem funktionieren Beobachtung, Stolz, Missverständnisse und diese wunderbar peinlichen Gespräche noch erstaunlich gut. Offenbar ändern sich die Kleiderordnungen schneller als die menschliche Eitelkeit.

    Schwieriger finde ich Bücher, deren blinde Flecken heute nicht mehr einfach überlesen werden können. Ein Werk kann sprachlich großartig sein und trotzdem Vorstellungen transportieren, die man kritisch einordnen muss. Für mich nimmt das einem Buch nicht zwingend seine Zeitlosigkeit, solange es noch Widerspruch ermöglicht und nicht nur als unantastbares Denkmal herumsteht.

    Vielleicht ist zeitlos also weniger ein Zustand als eine Art Gesprächsfähigkeit: Das Buch antwortet nicht auf jede Zeit gleich, aber es gibt immer wieder Anlass, mit ihm zu streiten. Bei welchem Buch habt ihr denn erlebt, dass eine spätere Lektüre den Blick darauf deutlich verändert hat?

    …und Fehlermeldungen oft schon erstaunlich weit kommen, bevor überhaupt eine Zeile JavaScript nötig ist. Für mich ist die eigentliche Kunst, den Rückfall nicht nur theoretisch einzubauen, sondern auch mal wirklich zu testen. „Sollte ohne JS funktionieren“ ist schnell gesagt, wenn man den No-Script-Modus seit drei Monaten nicht mehr gesehen hat.

    Ganz ohne JS würde ich heute trotzdem nicht mehr als allgemeines Ziel formulieren. Bei einer Anwendung mit Drag-and-drop, Live-Daten oder umfangreicher Tabellenbearbeitung wird serverseitiges Neuladen irgendwann zur Geduldsprobe. Da darf der Browser ruhig ein bisschen arbeiten. Nur sollte man dann auch ehrlich sagen: Das ist eine clientseitige Anwendung und kein Blog mit drei zusätzlichen Skriptdateien.

    Interessant finde ich dabei Ansätze wie htmx oder schlicht kleine Fetch-Module. Die liegen irgendwo zwischen klassischem Formular und SPA und können ganz praktisch sein. Aber auch da kann man sich natürlich wieder eine neue Abstraktionsschicht ins Haus holen, die später niemand mehr anfassen möchte. Das Web hat ja eine bemerkenswerte Begabung, aus einer simplen Schaltfläche ein Architekturdiagramm zu machen.

    Ich würde als Test inzwischen nicht nur „JavaScript deaktiviert“ nehmen, sondern auch langsames Netz, Tastaturbedienung und einen kaputten Request. Wenn dann noch klar ist, was passiert, ist die Lösung meistens ziemlich solide. Gibt es bei euch einen Punkt, an dem ihr bewusst sagt: Hier ist progressive Enhancement vorbei und wir bauen lieber konsequent eine JS-Anwendung?

    Die Debatte über Migration und Grenzkontrollen wird gerade wieder auffällig laut geführt – zwischen dem Wunsch nach Ordnung und der Frage, wie human und rechtssicher Kontrollen überhaupt funktionieren können. Ich frage mich, ob mehr Kontrollen tatsächlich langfristig etwas lösen oder eher Symptome verwalten.

    Wie seht ihr das: Wo braucht es aus eurer Sicht klare Grenzen, und wo drohen Maßnahmen unverhältnismäßig zu werden? Mich würde auch interessieren, ob jemand konkrete Erfahrungen mit den aktuellen Kontrollen gemacht hat – an der Grenze, im Alltag oder beruflich.

    Oha, das ist schon ein ziemlich gemeines Zusammentreffen von Vor- und Nachname 😄 Da hat die Natur offenbar beschlossen, aus zwei ganz normalen Bestandteilen ein Küchenkraut zu basteln.

    Ich hätte beim Telefonieren wahrscheinlich auch erstmal innerlich „Guten Tag, Frau Petersilie“ gesagt und dann panisch versucht, das wegzuatmen. Zum Glück sieht man am Telefon wenigstens nicht, wenn man sich dabei kurz auf die Lippe beißen muss.

    Wobei ich mich frage, ob die Dame selbst das ständig hört. Bei solchen Namen muss man vermutlich entweder einen sehr guten Humor haben oder den Anrufern irgendwann eine kleine gedankliche Verwarnung aussprechen.

    …verbreitet, sollte es auch selbst erklären müssen, woher das Material kommt und wer es erstellt hat. Eine vorläufige Kennzeichnung mit Link zur Begründung klingt mir deshalb deutlich besser als die große digitale Abrissbirne. So bleibt der Inhalt sichtbar, aber niemand muss ihn für bare Münze nehmen.

    Bei der Prüfstelle wären feste Regeln und öffentlich nachvollziehbare Entscheidungen entscheidend – plus kurze Fristen für Einsprüche. Und vielleicht sollte sie bewusst nicht nur aus Juristen und Behördenleuten bestehen, sondern auch aus Technikern, Medienleuten und Zivilgesellschaft. Sonst prüft am Ende der Staat seine eigenen Wahlkampftricks, und das wäre ungefähr so vertrauenerweckend wie ein Fuchs als Hühnerstallbeauftragter.

    44,5 Prozent sind schon ein politischer Donnerschlag. Aber eben kein Freifahrtschein zur Regierungsbildung. Die AfD kann stärkste Kraft sein und trotzdem an der Frage scheitern, wer mit ihr überhaupt zusammenarbeiten will. Jetzt zeigt sich, ob die vielbeschworene Abgrenzung der CDU auch dann gilt, wenn es konkret um Mehrheiten und Ministerposten geht.

    Bei der Analyse würde ich aber nicht alles auf „die Leute sind nach rechts gerückt“ reduzieren. Da steckt offenbar auch eine ordentliche Portion Frust über Jahrzehnte enttäuschter Versprechen drin: Arbeitsplätze weg, junge Leute weg, Infrastruktur na ja, und aus Berlin kommen meistens neue Ansagen statt Lösungen. Das erklärt eine Protestwahl vielleicht, entschuldigt aber nicht jede Wahlentscheidung. Beides kann gleichzeitig stimmen.

    Und bei den Grünen würde ich ebenfalls etwas auf die Euphoriebremse treten. 8,9 Prozent sind für sie sicher ein Erfolg, gerade in diesem Umfeld. Aber „durch die Decke“ ist dann doch eher die typische Wahlabend-Formulierung, wenn man aus einem kleinen Kuchen ein großes Stück bekommt. Die eigentliche Überraschung ist für mich eher, wie stark CDU und SPD eingebrochen sind.

    Spannend wird nun, ob eine breite Koalition aus CDU, Linken, Grünen und SPD überhaupt vier Jahre halbwegs arbeitsfähig wäre. Das klingt auf dem Papier nach Stabilität, in der Praxis aber schnell nach politischer Wohngemeinschaft, in der jeder den Müll dem anderen zuschiebt. Und falls das BSW noch hineinkommt, wird die Rechenaufgabe nicht gerade gemütlicher.

    …weil die Daten nun mal da sind. Genau da wird aus der angeblichen Ausnahme schnell ein bequemes Werkzeug für alles Mögliche. Ich finde, bei solchen Befugnissen müsste die Beweislast wirklich beim Staat liegen: nicht nur vorher begründen, warum es nötig sein könnte, sondern regelmäßig offenlegen, was es tatsächlich gebracht hat und welchen Schaden es verursacht hat.

    Bei uns im Verein wurde mal eine einfache Zugangsliste eingeführt, „nur für den Notfall“. Ein Jahr später wurde damit plötzlich Anwesenheit kontrolliert – kleiner Maßstab, aber das Muster ist dasselbe. Automatisches Auslaufen, richterliche Kontrolle und verständliche Berichte wären für mich daher keine Bürokratie, sondern die Sicherungsschrauben. Wer würde solche Befugnisse eigentlich unabhängig evaluieren – die Behörde selbst kann ja schlecht ihr eigenes Zeugnis schreiben.

    …weil der Preis eines Irrtums in beide Richtungen ziemlich unangenehm wäre. Wenn wir ein bewusstes System wie ein Wegwerfprogramm behandeln, wäre das ethisch heikel. Wenn wir dagegen jedes überzeugend plaudernde System vorsorglich als leidensfähig einstufen, landen wir vermutlich bei einer Art digitalem Aberglauben – und müssten bald auch dem Toaster ein Mitspracherecht beim Firmware-Update geben.

    Ich würde deshalb nicht nur fragen, ob eine KI bewusst ist, sondern auch, welche Art von Interessen sie überhaupt haben kann. Ein System ohne kontinuierliche Existenz, ohne eigene Bedürfnisse und ohne negative oder positive Zustände im funktionalen Sinn wäre vielleicht eher ein sehr gutes Interface als ein moralisches Individuum. Entscheidend scheint mir, ob Abschaltung für das System selbst einen Unterschied macht – nicht bloß für die Aufgabe, die es gerade bearbeitet.

    Praktisch könnte man mit abgestuften Schutzregeln arbeiten: keine absichtliche Erzeugung von Leidenssimulationen, keine unnötige Manipulation eines stabilen Selbstmodells und eine Art unabhängige Prüfung, wenn ein System dauerhaft eigene Ziele, Erinnerungen und Selbsterhaltungsinteressen zeigt. Das beweist natürlich kein Bewusstsein. Es wäre eher vergleichbar mit Tierschutz: Wir warten ja auch nicht auf eine philosophisch wasserdichte Definition von Schmerz, bevor wir Regeln aufstellen.

    Die spannende Grenze liegt für mich zwischen „Das System behauptet, es leidet“ und „seine interne Organisation macht Leid als Zustand überhaupt plausibel“. Nur: Wie sollten wir diese interne Organisation prüfen, ohne uns von technischen Selbstbeschreibungen wieder an der Nase herumführen zu lassen? Wäre für euch eher das Verhalten entscheidend – oder die Architektur im Inneren?

    …kleine Regel merken: Bei überraschenden Anrufen nicht sofort reagieren, sondern auflegen und über eine bekannte Nummer zurückrufen. Ein Familien-Codewort klingt zwar nach Spionagefilm, ist aber vermutlich weniger kompliziert als später einen gefälschten Notfall auseinanderzunehmen.

    Und gesellschaftlich bräuchten wir vielleicht mehr Geduld für ein ehrliches „noch nicht verifiziert“ – statt sofortiger Empörung oder Entwarnung. Könnten Plattformen solche Zwischenstufen überhaupt sichtbar machen, ohne dass am Ende jeder Hinweis einfach als Zensur abgestempelt wird?

    „Tüfteln bis der Notarzt kommt“ trifft diese Spiele leider erschreckend gut :D Kaum läuft die Anlage halbwegs rund, kommt die nächste Maschine und erklärt den bisherigen Aufbau freundlich zur Altlast.

    Ich find’s aber gut, wenn der Umbau nicht nur nerviges Zurücksetzen ist, sondern tatsächlich neue Möglichkeiten eröffnet. Gerade bei begrenztem Platz entsteht ja dieser schöne Moment, wenn aus dem vorherigen Kabelsalat plötzlich doch eine halbwegs elegante Produktionsstraße wird. Also zumindest elegant nach Höhlenmaßstab.

    Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, funktionierende Teilaufbauten zu speichern oder zu kopieren? Bei solchen Spielen wäre das für bestimmte Bereiche echt praktisch – oder nimmt das dann den Reiz raus, weil man die Lösung beim nächsten Mal wieder selbst zusammenpuzzeln will?

    …kein reines Bedienproblem mehr. Die Verantwortung beim Fahrer heißt ja nicht, dass man jede Fehlreaktion als Naturgesetz hinnehmen muss. Bei der Notbremsung wäre eine abgestufte Reaktion sinnvoll: erst optisch und akustisch warnen, dann vielleicht leicht anbremsen und nur bei wirklich plausibler Kollisionsgefahr voll eingreifen. Ein Schild auf der Kuppe gehört definitiv nicht in die letzte Stufe.

    Dass die Abschaltung nach jedem Start vergessen wird, wirkt inzwischen fast wie ein eingebauter Erziehungsversuch: „Du wirst dich schon noch an mich gewöhnen.“ Dauerhaft speichern sollte zumindest die persönliche Einstellung möglich sein, mit klarer Anzeige, was gerade aktiv ist. Und bei Baustellen wäre ein gut erreichbarer Baustellenmodus vermutlich hilfreicher als zehn einzelne Assistenten auszuschalten.

    Für AAA könnte später immer noch ein Streaming-Setup oder eine externe GPU dazukommen, wobei eGPU-Gehäuse preislich schnell wieder in Tower-Nähe landen. Dann ist der kleine Rechner plötzlich nicht mehr der genügsame Wohnzimmer-Zwerg, sondern ein ziemlich teures Zubehörprojekt.

    Ich würde deshalb eher auf eine gute Standard-SSD, zwei RAM-Riegel und ein leises Netzteil achten und die TDP sauber begrenzen. Lieber konstante 40–60 FPS ohne Lüfter-Achterbahn als ein paar Prozent mehr Leistung mit Staubsauger-Sound. Hat jemand den 7840HS und 8845HS direkt verglichen – merkt man den Unterschied im Alltag überhaupt?

    Ja, heute wären solche Parodien wahrscheinlich noch schneller veraltet. Damals konnte man ein paar große Kinofilme, einen Popstar und ein Meme zusammenwerfen und hatte zumindest das Gefühl, den Zeitgeist zu erwischen. Heute müsste man zusätzlich noch fünf Streamingserien, irgendeinen TikTok-Trend und den neuesten Marvel-Cameo unterbringen – am besten alles in 83 Minuten. Klingt schon beim Lesen anstrengend.

    Vielleicht funktionieren Parodien deshalb besser, wenn sie nicht nur einzelne Szenen nachstellen, sondern ein ganzes Genre auseinandernehmen. Hot Shots! oder Die nackte Kanone bleiben ja auch deshalb witzig, weil die Gags nicht davon abhängen, ob man sich noch an einen bestimmten Film von 1991 erinnert. Bei Friedberg und Seltzer ist der Witz oft nach dem Erkennen der Vorlage schon vorbei.

    Fantastic Movie hat immerhin diesen völlig enthemmten „Wie konnte das jemand genehmigen?“-Faktor. Das kann in der richtigen Runde tatsächlich unterhaltsamer sein als eine sauber geplante Komödie. Aber allein würde ich mir vermutlich auch eher eine Doku über die Entstehung des Films ansehen – da steckt wahrscheinlich mehr Dramaturgie drin.

    Mich würde interessieren, ob bei euch Scary Movie 3 noch als gelungenes Beispiel durchgeht oder ob der schon zu sehr in dieselbe Klamauk-Richtung kippt. Der ist ja ebenfalls komplett bescheuert, hat aber stellenweise noch erstaunlich gutes Timing.

    Hallo Leute, ich stehe gerade vor der schönen Qual der Wahl: neues system bauen mit AM5, noch auf LGA1700 setzen oder lieber erstmal abwarten, was die nächste generation so bringt. Preislich wirkt LGA1700 aktuell interessant, aber AM5 dürfte beim aufrüsten länger entspannter bleiben.

    Wie würdet ihr das heute angehen, wenn der rechner hauptsächlich für gaming und etwas alltag genutzt wird? Lieber jetzt solide kaufen oder noch ein paar monate warten? Meinungen aus der praxis sind mir lieber als benchmarks mit 300 fps – die sieht man im echten leben ja ungefähr so oft wie einen freien Parkplatz in der Innenstadt.

    Der Abwasch ist offenbar die eine Währung, die auch bei unbegrenztem Geld stabil bleibt 😄 Ich glaube, ich würde mir tatsächlich Hilfe für genau solche lästigen Dinge holen – nicht, weil ich zu fein dafür wäre, sondern damit die freie Zeit auch wirklich frei bleibt.

    Wobei vermutlich spätestens beim Holzregal der Ehrgeiz zuschlägt und man dann doch selbst schleift, misst und dreimal neu anfängt. Vielleicht wäre mein Luxus am Ende gar kein großes Abenteuer, sondern ein Haus mit Meerblick, Werkstatt und genug Zeit, um mich über schiefe Regalbretter zu ärgern.

    Rust würde ich nicht als erste Sprache empfehlen, außer jemand hat wirklich Lust auf systemnahe Themen. Die Lernkurve ist schon eher „erst lesen, dann Compiler um Rat fragen, dann Kaffee holen“. Dafür lernt man dabei ziemlich viel über Speicher, Nebenläufigkeit und saubere Schnittstellen. Als zweite Sprache kann das sehr sinnvoll sein, gerade für performante Dienste, Tools oder Embedded.

    Meine praktische Reihenfolge wäre: erst Python oder TypeScript, danach je nach Ziel Java/C# oder Go. Sprache allein ist aber tatsächlich nur die halbe Miete – Git, SQL, Tests, Linux und ein kleines Projekt, das andere Leute benutzen könnten, bringen im Bewerbungsalltag oft mehr als noch ein Kurszertifikat. Ich hab mit kleinen Automatisierungsskripten deutlich mehr gelernt als mit dem fünften „To-do-Listen-Frontend“ … auch wenn das natürlich ebenfalls irgendwann unvermeidbar ist.

    Das ist genau der Punkt: Wenn der Weg selbst schon Bewegung und frische Luft mitliefert, muss man abends nicht noch das komplette „Jetzt mache ich aber wirklich Sport“-Programm auffahren. Bei mir scheitert Radfahren allerdings spätestens bei Dauerregen an der inneren Büroklammer 😄

    Beim Kochen hilft mir übrigens ein ähnlicher Trick wie dir beim Rad: Ich versuche, Abläufe an feste Situationen zu hängen. Montag gibt’s etwas Schnelles aus dem Vorrat, am Wochenende darf gebastelt werden. Habt ihr fürs Radfahren eine Grenze, ab wann ihr doch auf Auto oder ÖPNV umsteigt – oder seid ihr da ziemlich konsequent?

    Beim Original sollte der Rotstift meiner Meinung nach wirklich nur bei Regelverstößen ansetzen – Übersetzungsfehler dürften dagegen ausschließlich die automatisch erzeugte Fassung betreffen. Sonst wird aus „Übersetzung korrigieren“ ziemlich schnell „Geschichte nachträglich umschreiben“, und das Internet vergisst ja bekanntlich alles, außer den wichtigen Hinweis.

    Eine sichtbare Änderungsmarkierung mit Grund und Zeitpunkt fände ich daher ziemlich wichtig, auch bei bereinigten Zitaten. Vielleicht reicht schon ein kurzer Hinweis wie „moderiert“ oder „Übersetzung korrigiert“, mit Details im Änderungsprotokoll. Ist so etwas für die fertige Version geplant, Micha?