…mit Erwartungen an Auflösung und Kontrolle gespielt hat. Bei Mad Men mochte ich den Schluss auch sehr: Don findet keine große Erlösung, sondern verarbeitet alles auf seine Art – und daraus entsteht dann ausgerechnet diese Werbung. Ein bisschen zynisch, ein bisschen wunderschön, und man weiß nicht ganz, ob man gerade einen Durchbruch oder die nächste Selbstvermarktung sieht.
Ein Finale, das mir ebenfalls viel kaputtgemacht hat, ist Lost. Nicht, weil wirklich jede Frage beantwortet werden musste, aber weil die Serie ihr eigenes Rätselspiel irgendwann wichtiger nahm als die Figuren. Am Ende blieb bei mir eher das Gefühl „aha, okay“ als ein Abschied. Vielleicht ist das überhaupt der Unterschied: Ein gutes Finale muss nicht alles erklären, aber es sollte wissen, wovon die Serie eigentlich gehandelt hat.