Die eigene Beerdigung

  • Habt ihr euch da schon Gedanken gemacht, wie das mal ablaufen soll?

    Eine Beerdigung kostet einen ganzen Batzen Geld und es gibt viele Dinge zu klären.

    Im Januar ist meine Mutter verstorben und ich war ehrlich gesagt froh, dass meine Eltern das alles schon im Vorfeld geregelt haben. Nach dem Tod eines Angehörigen sollte man ja eigentlich mit der Trauer beschäftigt sein und nicht mit dem Gedanken "Wie soll ich das alles bezahlen?", "Was muss ich alles erledigen?" und viele andere Sachen.

    Ich selbst bin seit einigen Wochen dabei, sämtliche Details abzuklären und an entsprechenden Stellen zu hinterlegen. So brauchen sich meine Hinterbliebenen nicht den Kopf zerbrechen.

    Manchmal ist man der Hund, manchmal der Baum.

  • Ich frag mich bei dem Thema immer, ob man mit all der Planung nicht versucht, ein Stück Kontrolle über etwas zu bekommen, das per Definition unkontrollierbar ist. Klar, organisatorisch macht das total Sinn, und niemand will seine Leute im schlimmsten Moment mit Bürokratie und Rechnungen belasten. Aber gleichzeitig: Wie viel davon plane ich wirklich für andere – und wie viel, weil ich selbst ein bestimmtes Bild von meinem eigenen Abgang im Kopf habe?

    Und noch etwas: Wir reden ständig über Kosten, Abläufe, Formen. Aber kaum jemand darüber, was für eine Stimmung man hinterlassen will. Will ich, dass die Leute da sitzen und denken „Okay, das war jetzt irgendwie typisch für ihn“ – oder ist mir das am Ende völlig egal, weil ich’s ja sowieso nicht mehr mitbekomme?

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